Wie lange hält ein E-Bike Akku

Die Hersteller geben alle zwischen 500 bis 1’000 volle Ladezyklen an. Mit dieser Zahl kannst du aber sehr wenig anfangen.
Je nach Kilometerleistung, wie oft du den Akku auflädst, wie du ihn behandelst, wie warm/kalt er immer hat, wie du ihn bei Nichtbenutzung lagerst…

Seit Jahren fahren viele Kunden von mir mit einem E-Bike diverser Hersteller umher. Die einen etwas mehr die anderes etwas weniger. Im Durchschnitt fahren alle fünf Jahre mit einem Akku. Danach hat er die Kapazität nicht mehr und die Reichweite reicht nicht mehr. Ab 2018 kamen die ersten Hersteller wie Riese&Müller welche parallel zwei Akku einbauten. Ab 2019 werden dies viele Hersteller machen. Damit hat man von neu an eine unglaubliche Reichweite, schont die Akkus gegenseitig und kann somit auch länger Fahren.

Der Händler kann bei einigen Systemen einen Diagnosebericht erstellen. Dort wäre alles über den Akku wie volle Ladezyklen oder max. Wärme ersichtlich. Zusätzlich könnte man den Akku testen und die Kapazität auslesen, aber was bringt es dir wenn du weisst dass der Akku von 500 Wh nun noch 400 Wh hat? Du merkst es ja selbst am besten wie weit du noch kommst und ob es für deine Ausfahrt noch reicht.

Woran erkenne ich wie weit ich mit einem E-Bike komme

Das ist wirklich eine schwierige Frage denn es hängt nicht nur von einem Faktor ab. Bekannte Hersteller wie z.b. Bosch bietet einen Rechner an zum schauen wie weit es geht. Dort siehst du mit welcher Faktoren es alles zusammenhängt. Klicke HIER wenn du zu Bosch auf die Webseite willst für den Reichweitenrechner.

Natürlich kann man auch die restlichen Systeme über den Daumen ausrechnen. Massgeblich ist die Kapazität welche in Wattstunden angegeben wird (z.B. 400Wh oder 500Wh).
Wattstunden (Wh) ist das Produkt aus Spannung (Volt V) und Ladung (Amperestunde Ah).
Hat man nun ein 36V System mit 14 Ah ergibt sich eine Kapazität von 504 Wh. Rein Mathematisch würde dies bei einem 250 Watt Motor für ca. 2 Stunden Unterstützung sorgen.

Die Theorie hat in diesem Fall aber wenig mit der Realität zu tun. Es kommt auf sehr vieles an wie z.B: Kapazität vom Akku (haben wir nun geklärt), Gewicht Fahrrad und Fahrer, Luftdruck, Untergrund, Fahrmodus, Geschwindigkeit, Trittfrequenz, stop and go, Motor und noch vieles mehr.

Am besten probierst du die verschiedenste Hersteller aus und testest es selbst wie weit man kommt!

warum sind einige E-Bike Akkus so teuer

Namhafte herstellen wie Bosch, Brose, Panasonic oder viele mehr verlangen viel Geld für einen neuen Akku. Weshalb der Akku mehr kostet als die von billig E-Bikes…
Es liegt an der Technologie und an der Sicherheit. Die Zellen sind viel hochwertiger, die Überwachung beim entladen sowie laden ist sichergestellt, die Zellen sind gegenseitig robust getrennt, das Gehäuse ist Wasserdicht und viel robuster gebaut.
Kurz gesagt. Ein E-Bike mit einem Namhaften Hersteller ist viel sicherer und du wirst länger damit glücklich sein. Nicht zuletzt ist es beruhigend zu wissen dass die grossen Hersteller sicher auch noch nach einigen Jahren deinen Akku herstellen somit du nicht das ganze E-Bike erneuern musst.

Normales Fahrrad zum Pedelec / E-Bike nachrüsten

Immer wieder kommt die Frage auf ob man sein jetziges Fahrrad auf Elektro umrüsten kann. Rein theoretisch ja. Es gibt von abenteuerliche bis funktionierende Systeme auf dem Markt. Ein gutes System kostet aber auch viel. So viel dass man fast ein komplett neues E-Bike kaufen könnte. Baut man aber dennoch einen Motor ein ist es auch eine Haftungsfrage. Sind alle Komponenten dafür ausgelegt? Das alte Fahrrad wurde nicht ausgelegt dass man plötzlich einen Motor einbaut. Damit ist man viel schwerer und auch schneller unterwegs. Mit dem einbau vom Motor wird man automatisch zum Hersteller vom Fahrrad.

Vorderradantrieb

Bei einem günstigen Pedelec findet man oft einen Motor in der Nabe vorne. Die Herstellung ist günstiger und der Motor ist unabhängig von Schaltung und Rahmenbau. Viele haben weniger Leistung. Ich persönlich finde es ein schlechtes Fahrgefühl. Man wird sozusagen hinter her gezogen. Zu viel Gewicht im Vorderrad und eine etwas anders ansprechende Vorderradbremse ist ein grosser Nachteil. Im Winter oder bei glatter Fahrbahn könnte sogar das Vorderrad wegrutschen.

Alternative zum Mittelmotor

Bei sehr vielen E-Bike sind Mittelmotoren verbaut. Es gibt aber auch Nabenmotoren. Die häufigste Variante ist die im Hinterrad und kommt oft bei S-Pedelecs (45 km/h) zum Einsatz.
Der Heckmotor ist schubstark und kraftvoll. Viele Heckmotoren sind getriebelos und laufen deswegen sehr geräuschlos.
Lange am Berg fährt man aber mit einem Nabenmotor nicht. Er erwärmt sich und muss danach die Leistung trimmen. Dies möchte eigentlich niemand am Berg. Bei einem Fully ist der Motor in der Nabe auch einen Nachteil. Die Gewichtsverteilung ist nicht optimal und er kommt zur ungefederten Masse in der Schwinge hinzu. Dagegen ist aber der Verschleiss der Kette weniger weil die Kraft direkt über das Rad auf den Boden geht.