Akku Pflegetipps

Die meisten Pedelecs fahren mit Lithium-Ionen Akkus. Dieser Beitrag richtig sich nach dieser Art Akkus.

Damit du lange an deinem E-Bike spass hast ist es wichtig einige Sachen darüber zu wissen und zu beachten.

  • Lade deinen Akku so oft es geht wieder auf. Teilladungen des Akkus sind nicht schädlich, sondern sinvoll. Die Akkus haben keinen Memory Effekt
  • Akku wenn möglich nie komplett leer fahren
  • Verwende nur das zugehörige Ladegerät
  • Lade den Akku nur im Trockenen und bei den in der Betriebsaneitung angegebenen Temparaturen (ca. 10-40°C)
  • Bei längeren Radtouren oder Pendeln zur Arbeit empfehle ich das Ladegerät mitzunehmen oder ein zweites zu kaufen
  • Wenn du bei kalten Temparaturen fährst bewahre den Akku drinnen auf und baue ihn erst ein kurz bevor du losfährst
  • Wenn das E-Bike oder Pedelec längere zeit nicht benutzt wird sollte der Akku auf 60% geladen werden und kühl gelagert werden (10-15°C) Akkuladezustand nach 4 Monate überprüfen.
  • Den Akku nie direkt den Sonnenstrahlen aussetzen und im Sommer einen Schattenplatz auswählen
  • Extreme Temparaturen vermeiden
  • Akku nicht über nacht aufladen und nur wenn jemand in der nähe ist (Brandgefahr)
  • Öffne den Akku niemals
  • E-Bike und Pedelec Akkus dürfen nicht versandt werden und wird von keiner Fluggesellschaft transportiert (Gefahrengut)
  • Wenn der Akku entsorgt werden muss bringe ihn an deiner Verkaufsstelle zurück

Unterschied E-Bike zu Pedelec

Die meisten sprechen vom E-Bike, obwohl sie das Pedelec meinen. Deshalb verwende auch ich den Begriff “E-Bike” in Zusammenhang mit meinen Anleitungen und Workshops.

Aber wo ist nun der Unterschied

Pedelec (Pedal Electric Cycle)
Pedelecs allgemein bieten nur Motorunterstützung wenn man in die Pedale tritt. Ohne treten keine Unterstützung (Ausnahmefall ist die Schiebehilfe welche aber zum Schieben und nicht zum Fahren ist). Tritt man also in die Pedale und der Motor unterstützt bis 25 km/h ist es ein normales Pedelec. Es gilt im Gesetz als Fahrrad mit Tretunterstützung bis 25 km/h und ist dem Fahrrad sehr änlich gestellt. Je nach Land sind die Gesetze etwas unterschiedlich, weshalb ich zu diesem Thema nicht viel schreibe. Informiere dich aber wie es in deinem Land aussieht bezüglich Mindestalter oder Fahrverbote.

Pedelecs die bis 45 km/h unterstützen werden als S-Pedelecs gekennzeichnet. S-Pedelec = Speed Pedal Electric Cycle. Auch bei einem S-Pedelec geht ohne zu treten nichts. Im Gesetz ist dies auch ein Fahrrad mit Tretunterstützung bis 45 km/h. Diese Version wird in der Schweiz mehr als in allen anderen Länder verkauft. Ein S-Pedelec muss eingelöst werden und es besteht eine Helmtragepflicht sowie Rückspiegel und Prüfung Kat. M (für die Schweiz). auch da unterscheidet sich das Gesetzt von Land zu Land. Informiere dich bitte vor dem Kauf welche Gesetzte in deinem Land bezüglich S-Pedelec gelten.

E-Bike
E-Bikes fahren auf Knopfdruck auch ohne Pedalunterstützung. Vom Gesetz her zulassungspflichtig. Aus diesem Grund werden E-Bike nur selten angeboten.

Woran erkenne ich einen guten E-Bike Händler

Ein guter Fachmann der muss sich weiterbilden und auf den neusten Stand sein. Am besten auch selbst alles mal getestet haben und ein Freak sein.
Viele Händlerschulungen bieten ein Zertifikat welches sicherlich schon mal gut ist. Doch auch die Werkstatt muss etwas mehr haben als früher.
In einigen Länder gibt es sogar von den grossen Verbände Qualitätssiegel.

kurz gesagt: Wer viele E-Bikes verkauft und zufriedene Kunden hat ist sicherlich gut. Wer nur nebenbei einige im Jahr verkauft ist je nach dem weniger auf dem neusten Stand.
Der nächste wo du lächelnd auf dem E-Bike siehst fragst du welcher Händler er hat…

Kann ich bei einem E-Bike selbst noch was reparieren

Klar, ich zeige dir sogar in diversen Anleitungen und Videos wie man es macht. Jeder muss sich diese Arbeit aber zutrauen und auch wissen was er macht. An der Elektronik kann man im Allgemeinen nicht viel machen. Alles andere ist wie bei einem normalen Fahrrad und kann mit etwas Wissen gemacht werden.
Auch wenn man vieles selbst machen kann empfehle ich eine Jährliche Inspektion von einem Fachhändler.

Gibt es eine Art TÜV

Weder normale E-Bikes (Pedelec 25 km/h) noch die schnellen (S-Pedelec 45 km/h) müssen einem TÜV oder dem Straßenverkehrsamt vorgeführt werden. Die S-Pedelec brauchen aber die gelbe Plakette (in der Schweiz) und eine gültige Vignette.
Jeder ist somit selbst verantwortlich dass sein E-Bike funktionstüchtig ist. Ich empfehle einen Jährlichen Service bei einem Fachhändler.

Besondere Rechte oder Pflichten für das E-Bike

Jetzt geht es ans eingemachte 😉
Nun muss ich aber sagen dass ich dazu nur wenig schreiben werde. Deutschland, Schweiz oder Italien haben zu spezielle unterscheide um es einfach so fest zu halten. Auch werden die Gesetzte immer wieder von neuem angepasst.
Zwei Sachen darf ich aber kurz erwähnen.

Ein Pedelec ist ein Fahrrad mit Tretunterstützung bis 25 km/h und hat in den meisten Länder kein unterschied zum normalen Fahrrad.
Ein S-Pedelec ist ein Fahrrad mit Tretunterstützung bis 45 km/h. Hat in den meisten Länder Fahrradhelm Tragepflicht, Rückspiegel, Versicherungsplakette und Vignette. Zusätzlich braucht man der Führerschein für diese Kategorie (Mofa)
Ein E-Bike ist gesetzlich gesehen ein elektro Motorrad welches ohne zu treten unterstützen kann. Ich schreibe meistens vom E-Bike weil dies auch so in aller Munde ist und ich es verständlich schreiben möchte ohne zu viel Fachchinesisch. Jedenfalls nicht im Menü von Neueinsteiger.

Ist ein Tiefeinsteiger stabil

Tiefeinsteiger, Einrohrrahmen oder auch Wave Rahmen genannt sind im Urbanen Bereicht sehr beliebt. Damenrad ist ein schlechter Ausdruck weil kein Herr würde ein Damenrad kaufen 😉 Aber der Tiefeinsteiger hat sich im Stadtverkehr als äusserst praktisch erwiesen.
Oftmals ist aber die Frage der Stabilität. Das komplette Fahrrad muss nicht gleich stabil gebaut werden wie bei einem MTB. Es sollte aber genug stabil sein damit es nicht ins “schlottern” gerät. Viele Hersteller machen das Rohr etwas dicker und meistens auch mit kanten welches die Stabilität fördert.
Leider gibt es aber sehr viele Hersteller welche es nicht optimal hinkriegen. Eine Probefahrt ist deswegen ein muss. Je nach Beanspruchung des Fahrrades gehen auch da die Kundenwünsche auseinander.

ABS und ESP fürs E-Bike

Ja, richtig gehört. Mittlerweile gibt es ABS fürs E-Bike. Bosch hat mit Magura zusammen ein Antiblockiersystem (ABS) für das Vorderrad gemacht welches ab 2019 für einige Hersteller erhältlich sein wird. Es verhindert ein wegrutschen oder gar überschlagen. Habe das System selbst getestet und es funktioniert. Eine gute Lösung für E-City oder E-Trekking welches unterstützend bei einer Schrecksituation hilft.

Braucht ein E-Bike bessere Bremsen

Mit einem E-Bike fährt man öfters und auch schneller. An den Bremsen zu sparen würde nur ärger bringen und ist gefährlich. Namhafte Hersteller verbauen gute Bremsen. Je nach E-Bike Typ sind es Scheibenbremse oder Felgenbremse.
Bei beiden Bremse hat man Verschleiss. Scheibenbremse sind von E-City bis E-MTB verbaut. Hydraulische Felgenbremse sind bei E-City oder Trekking verbaut. Mechanische Scheibenbremse sind in billig E-Bike verbaut und können nicht empfohlen werden. Mechanische Felgenbremse sind auch im günstigen Segment verbaut und nur sehr selten zu empfehlen.

Ist es wichtig wo der Akku befestigt ist

Mittlerweile ist es nicht selten dass ein E-Bike nur ein Akku hat. Es gibt schon einige Pedelecs die zwei Akkus parallel verbaut haben. Aus diesem Grund gibt es nicht “die Lösung” sondern ganz viele Kombinationen welche die Hersteller machen. Grundsätzlich kennen wir drei Optionen. Der Akku ist unter dem Gepäckträger, im Rahmendreieck oder im Rahmen selbst. Einige Hersteller haben schon neue Lösungen gesucht um den Akku perfekt zu platzieren. Der Motorhersteller Maxon zum Beispiel wollte einen Rucksack herstellen wo der Akku integriert ist – blieb aber irgendwo in der Testphase oder den Papierkrieg zum Prüfen hängen und wurde aufs Eis gelegt.
Weil es mehrere Varianten gibt den Akku zu platzieren und diese auch so verkauft werden wird jede Variante seine Berechtigung haben. Je nach dem ob du ein E-City oder ein E-MTB hast. Lange strecken fährst oder nur kurze und noch viele weitere Faktoren. Nun kommen wir zum wesentlichen.

Akku unter dem Gepäckträger
Der Schwerpunkt vom Fahrrad verändert sich. Wenn das Fahrrad auf dem Ständer steht, man langsam damit fährt oder in Kurven ist es bemerkbar dass es mehr Gewicht hinten oben hat. Zusätzlich noch einen Korb drauf für den Wocheneinkauf verschlechter das Verhalten. Bei einem Damenfahrrad welches von Anfang an keinen stabilen Rahmen hat könnte es ein flattern auslösen. Akku kann meist schnell und unkompliziert ausgebaut werden. Laden ist meist möglich im Fahrrad aber auch ausgebaut. Akku ist etwas versteckter und macht dass Design somit nicht nach dem typischen Elektrorad (sieht man ja vom weiten :), in der heutigen Zeit aber weniger schlimm als vor 10 Jahren)
Fazit: Für ein E-City ganz ok. Sollte aber nicht Täglich für den Einkauf gedacht sein. Speziell auch für spezielle Rahmenbauten geeignet (z.b. Ganz kleine Rahmen welche sonst keinen platz haben usw.)

Akku im Rahmendreieck / oberhalb des Unterrohrs
Bei Damenräder mit einem Rohr kann es störend sein zum auf und absteigen. Gibt aber schon Modelle die ihn deswegen etwas höher nehmen. Schwerpunkt weiter unten und ein besseres Handling gegenüber dem Gepäckträgerakku. Man sieht den Akku aber gut. Ladbar meist im Fahrrad aber auch im ausgebauten zustand. Kann schnell ein und ausgebaut werden. Das E-Bike ist besser ausbalanciert.
Fazit: Gute Lösung für E-City über E-Trekking bis zum E-MTB. Je nach Bauart kann aber der Bidonhalter fehlen. Bis 2019 die meist gebaute Variante.

Akku im Rahmenrohr
Eine elegante Lösung welche ab 2019 sehr oft gebaut wird. Im Unterrohr einen tiefen Schwerpunkt. Im Oberrohr kommt dieser natürlich hoch. Sehr schönes Design machbar. Ladbar im Fahrrad sowie ausgebaut. Das ausbauen braucht 2 sekunden mehr (Achtung: Je nach Hersteller geht es fast wie bei den anderen Varianten, bei anderen Hersteller ist es fast unmöglich den Akku aus zu bauen).
akku ist etwas besser geschützt. Bidonhalter hat wieder seinen Ort. Für den Montageständer oder einem Gepäckträger auf dem Auto könnte die klemme nicht mehr passen.
Fazit: Schönes Design machbar. Von E-City über E-Trekking bis zum E-MTB einsetzbar.

Zwei Akkus parallel
Sobald zwei Akkus verbaut werden wird es fast Grenzenlos. Eine gute Beratung empfehle ich so oder so. Ein Akku im Unterrohr, der zweite oberhalb vom Unterrohr. Gut und elegant für ein E-MTB aber nicht für das E-City Damen.
Fazit: Brauch ich ein Bidonhalter? Muss das Fahrrad ausbalanciert sein? Brauche ich einen Gepäckträger? Muss der Einstieg möglichst weit unten sein? Sobald diese Fragen beantwortet sind wird es nicht mehr eine grosse Auswahl geben.